Stammtisch Euregio-Bodensee

Termin: 
6. April 2019

Technik-Stammtisch am 6.4.19 in Wasserburg/Bodensee bei Hans-Peter Hotz.

 

Technik-Stamm und Ausfahrt

 

Am Samstag, den 6. April 2019 veranstalten wir einen Technik-Stamm in Wasserburg/Bodensee. Mitglied Hans-Peter Hotz wird uns wieder seine Werkstatt zur Verfügung stellen. Bis Ende der 60er Jahre war das sogar eine NSU-Werkstatt! Treffpunkt ist dort um ca. 10:30 Uhr. Der Kostenbeitrag beträgt wieder 20.- EUR pro Person.
(inkl. Mittagsimbiss, Getränke und Kaffee)

Die Themen werden spontan nach Bedarf zusammengestellt (siehe Anmeldemaske)

Ab ca. 15:30 eine Ausfahrt ins Hinterland nach Wolfegg mit kurzem Besuch des dortigen Museums (bis ca. 18:00 Uhr), in dem sich jetzt auch ein Ro 80 befindet (von Dr. Beisel).

Ab ca. 18:15 Uhr gemeinsames Essen im Gasthof Post in Wolfegg.

 

Für Dispositionszwecke für Technik-Stamm, Ausfahrt, Museum und Abendessen bitte ich um Teilnahme-Information bis zum 01. April 2019 per email, Telefon oder Anmeldemaske.
e-mail: golsowski@gmail.com  mobil: +43 664 1461300 

Berichte: 

Keine vorhanden

Kommentare

Bild von AMEN

Der Technik-Stamm Bodensee war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung, die das Schrauben, Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen im Club, eine Ausfahrt zu lohnendem Ziel und zum Abschluss ein geselliges Zusammensein wunderbar zu verbinden wusste. 

Es fanden zusammen vielleicht 25 Mitglieder und Wankelfreunde aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und sogar Frankreich, Kroatien und Luxemburg. Auch der Autor reiste mit dem schweizer Cosmo aus dem Raum Basel an, es war dies die erste Distanzprüfung für diesen RO, er hielt gut durch.

Begrüßt wurden wir mit Hörnchen und Kaffee, nach einiger Fahrt ist man dankbar dafür. Dank auch wieder an Herrn Hotz für die Gastfreundschaft und Geduld mit uns.

Es wurde fleissig gefachsimpelt, an Vergasereinstellungen gedoktert und unser 1. Vorstand ließ sich den neuen Bremskraftverstärker einbauen, ca 300 Euro für die Sicherheit.

Nun sollen Vorstände ja nicht verzögern sondern gasgeben.......

Die Zeit verging rasch, alle waren bei guter Stimmung. Für diese sorgte auch die traditionelle Verköstigung mit LKW (Leberkäswegge) und dem hervorragenden Mohrenbräu, danke fürs Mitbringen Gunter.

Ehrlich gesagt interessiert sich der Schreiber einen feuchten Nilschlamm für Wankel und RO, er reiste nur wegen des Bieres an, mit Gattin - einer muss ja zurückfahren.

Der Autor ist längst berüchtigt für seinen exzessiven Konsum der Hopfenbrause. Wie hinlänglich bekannt reagiert unser Planet auf trinkfreudige Geselligkeit seiner Bewohner mit zustimmender Taumelbewegung um die Erdachse, wenn also auf anschliessender Ausfahrt die Geraden parabelförmig erscheinen, ist dies nur relativ (Einstein) und steht mitnichten in Kausalbeziehung zum Zustand des Fahrers. Der RO80-Fahrer benötigt aufgrund des langen Radstandes eh keinen Spurhalteassistenten.

Es schloss sich die Ausfahrt Richtung Museum Wolfegg an. Wir hatten wieder Glück mit dem Wetter, Mutter Natur war jedoch etwas frühlingszögernder als das Jahr zuvor. Fotos aus der Kolonne haben den Nachteil immer das hintere Fahrzeug zu zeigen, hier unsere schweizer Clubfreunde, aus ebenfalls schweizer Fahrzeug geschossen. 

Es wurden noch weitere Fotos mit besserer Kamera gemacht, meine Knipse braucht mehr Licht - kann aber dafür auch telefonieren. Ich hoffe wir bekommen die immer wieder schöne Kolonne noch aus anderer Perspektive präsentiert.

Ankunft am Automuseum Wolfegg

Im Museum bekamen wir eine freundliche Führung mit äusserst umfangreichen Erläuterungen geboten.

In den alten Gemäuern war es erstaunlich kalt, wer diesen Besuch einmal nachholen will dem sei dringend die Mitnahme seiner Jacke anempfohlen.

Ich finde immer wieder beeindruckend, was mit viel Idealismus bewahrt, zusammengetragen und ausgestellt wird.

Hier der RO des Museums um den wir uns versammelten um noch einigen Berichten Herrn Zellers zu lauschen, der bei NSU (Spider und Beginn RO80) und später bei Mercedes beim C111 mit Motorenentwicklung beschäftigt war.

Er erzählte mit wieviel Begeisterung das kleine NSU-Team bei der Sache war, desgleichen bei Mercedes, zumindest solange man dort an das Kreiskolbenprinzip glaubte. Er erläuterte die Probleme beim Einbau der Dichtsätze beim 4-Scheiber des C111 (den er auch selber fuhr) und hielt den 4-Scheibenwankel für kaum großserientauglich. Auch meinte er angehängt, dass die Beschäftigung mit den Wankelmotoren letztendlich bei Mercedes die Entwicklung eines zeitgenössischen 4-Zylinder Hubkolbenmotores stark verzögerte.

Im Museum konnte man noch etwas ganz Aussergewöhnliches betrachten, nämlich eine Antriebsvariante die kaum jeh dargestellt wird, obschon sie doch im Krieg und viele Jahre danach unverzichtbar war: Aufgrund nicht ausreichender Standardbetriebsstoffe stellte man auf Holzkohlengasgeneratoren um, hier ein rarer Anhänger mit Generator der schweizer Firma Orion. Er fasste ca 350 Liter des verfügbaren Energieträgers, das reichte für ca. 250 km.

Im Vorlauf des Betriebs musste immer ca. 20 Minuten angeheizt werden.

Auch selten die Darstellung von Exponaten des studentischen Konstruktionswettbewerbes "Formular Student":

Nach dem Museumsbesuch machten wir uns fröstelnd auf in den benachbarten Gasthof "Post", um dort in geselliger Runde den schönen Tag ausklingen zu lassen.

Wenn man so ein mässiger Fotograf ist wie ich,wählt man ein dankbares Motiv, welches zuverlässig lachende Geselligkeit und Wohlbefinden ausstrahlt, ich meinte, Andreas im Sucher zu zentrieren könnte hier zum Erfolg führen.

Wiederum sei Organisation und Vorstand für den erfolgreichen Clubtreff und die damit verbundenen Mühen herzlich gedankt.

Grüße von Arndt und Franka aus der Schweiz

 

https://www.automuseum-wolfegg.de/

 

 

 

 

Preußen lebt!

Bild von AMEN

Exkurs

 

Für Diejenigen, die nicht dabei sein konnten, einige Anekdoten von Herrn Zeller, Motorenentwicklung bei NSU und Mercedes:

 

Aus seiner NSU-Zeit:

 

Nach seinem Maschinenbaustudium zog es ihn zu NSU, da dies «eine sympathische Firma war, wie ein Familienbetrieb, mit einem Führungsteam, dass immer auf der Suche nach Innovationen war. »

Zu dieser Zeit entwickelte Wankel noch an seinem Drehkolbenmotor und der Prototyp wurde in eine tragbare Spritze der Werksfeuerwehr eingebaut:

« Jetzt habt ihr eine leichte Feuerwehrspritze, die zwei Mann locker tragen können. »In der Belegschaft war aber bekannt, dass der Drehkolbenmotor einfach nicht standfest war und so hiess es: «Wenn das eure Feuerwehrspritze ist, dann darf’s aber nicht lang brennen! » (lacht)

 

Zur Spiderentwicklung:

 

 «Beim Sportprinz hatte man kurzerhand das Dach abgeschnitten, mit dem Wankel muss das ein Cabrio sein» - so meinte man wohl. «Einen der ersten (Prototypen) hatte man auf einen Bock aufgebaut, da wollte jemand zufällig mal die Tür aufmachen auf dem Bock, da ging dann natürlich garnichts mehr, weil das Ding einfach in der Mitte durchgebrochen war» (lacht).

«Da hatte man einen Moment nicht daran gedacht, was das Dach für eine tragende Funktion hat…»

 

Aus seiner Mercedes-Zeit:

 

Er sei einmal mit dem C-111 (4Scheiber, 360PS) gefahren und da sei zufällig ein RO80 hinter ihm hergefahren, in einem Dorf mit 50 km/h. «Er war dicht hinter mir, am Ortsschild habe ich draufgetreten (lacht) er stand noch hinter mir….es war phänomenal»

Offenbar war der RO chancenlos……

«Man hat es ja gerochen, bei ihrer Einfahrt, bei uns hieß das Auto Nachkriegszweitakter» (lacht)

 

Herr Zeller wusste noch viel zu erzählen und es war eine Freude dem freundlichen Herrn zu lauschen.

 

 

Preußen lebt!

Bild von Gunter

Zu dem gelungenen Bericht von Arndt noch einige ausgewählte Bilder unseres "Hof-Fotografen" Jean aus Luxemburg:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gunter Olsowski

+49 7248 200099 (aus Deutschland)

+43 664 1461300

Fax +49 32121393629

gunter.olsowski@ro80club.org

 

Bild von jt-fotograf

Auf diesem Weg möchte ich mich bei Gunter Olsowski bedanken, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, Euch einen ganzen Tag zu begleiten. Ich kannte den Ro80 von hören und sagen und das Auto war mal bei meinem Vater auf der Wunschliste. Ich bin begeistert von dem Auto und freue mich, wenn ich mal wieder mitfahren darf.

Ich konnte viele interessante Bilder in der Werkstatt machen aber auch während der Fahrt. Zur Zeit bin ich damit beschäftigt diese vielen Fotos zu bearbeiten da ich im Format RAW arbeite. Sobald die Fotos fertig sind, werde ich mit Gunter über die weiteren Schritte der Presentation reden.

 

Bild von Christian von Klösterlein

 

Herrliche Fotos!
Man sollte Jean Theisen zu jedem Treffen einladen.

 

 

Mein Motto: Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

- Ro 80 Club International -

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