Nachbau Abgasreaktor

Bild von Gerhard

Ich will das Thema Reaktornachbau einmal aufgreifen. Dafür ist erst einmal wichtig, wo schon Teillösungen bestehen. Wer hat Bezugsmöglichkeiten für die Rohre in Edelstahl und wer hat schon einmal Lösungen für die Verkleidung gebaut. Das Dämmmaterial dazwischen ist auch interessant, hierfür habe ich aber vielleicht schon eine Lösung.

Besonders wichtig ist die erwartete Absatzmenge, denn die Herstellung wird nicht so ganz billig sein.

Auf Eure Hinweise bin ich gespannt.

Gerhard

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Hallo Gerhard,

leider habe ich heute durch Zufall deinen Artikel über den Abgasreaktor gelesen

ich habe schon seit ca. 15 Jahren meinen Reaktor in Edelstahl in meinem RO. Ich habe alles selbst gebaut. die ganze Sache ist nicht so schwierig. Es rostet nur die äußere Verkleidung. die habe ich aus Edelstahlblech 4301  1,2 mm gefertigt. Das sind die zwei Halbschalen in die man noch den Längenausgleich einarbeiten sollte. Die Aufhängung sollte auch in Edelstahl angefertigt werden. Beim RO ist der Krümmer samt inneren Rohr aus Feuerfesten Edelstahl.Dann habe ich Keramikvliesmatten um das Rohr gelegt so dick das die Halbschalen stramm  aufzulegen sind. Das ganze wird verschweißt mit Edelstahlelektrode oder besser noch im WIG Schweißverfahren. Auch das neue Blech an das alte Rohr schweißen ist kein Problem. Etwas schwieriger wirds vorn am Krümmer. Mit vielen kleinen Dreiecksblechen, passend zurechtgeschnitten kommt man ganz gut zurecht. Diese kleinen Bleche müssen gut durchgeschweißt werden damit sie zum Schluss sauber abgeschliffen werden können. Wie gesagt, sitzt der Reaktor seit ca. 15 Jahren ohne irgend etwas daran zu machen unter meinem RO.

Die Absatzmenge wird meines Erachtens sehr gering sein. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Erstens ist Edelstahl nicht original. Zweitens ist Edelstahl Viel zu teuer ( was für ein Unsinn ). Drittens Edelstahl gibt ein schlechtes Klangbild und klappert ( genau so ein Unsinn).

MfG. Ktm

Hoi Gerhard

 

Nur mit einem neuen Edelstahlmantel ist es leider nicht getan. Oft sind ja die Rohre innen auch durchgerostet. Also müssen wir wenn überhaupt über einen Komplettneubau nachdenken.

Und hierzu brauchen wir Rohre aus einer Nickel Basislegierung.

Momentan arbeiten Mitglieder von uns an einer Lösung dieses Problems. In der Schweiz müssen Fahrzeuge der Baujahre 76/77 zwingend mit den Reaktoren ausgerüstet sein, weil ansionsten die AU nicht bestanden werden kann.

Dies ist soweit ich weiss in D nicht so kritisch.

 

Gruess

Martin

Martin Rudolf

MADmotors GmbH

www.madmotors.ch

Hallo Gerhard

die inneren Rohre sind ab Werk aus feuerfesten Edelstahl gefertigt. Die rosten also nicht.

MfG. Ktm

Bild von Guido

Sorry - aber ich halte den Reaktor für überflüssig, wie ein Kropf.

Der 612er - Motor wurde für eine 2-Rohr-Auspuffanlage ohne Reaktor entwickelt und läuft auch mit dieser Anlage am Besten. 

Der Reaktor war eigentlich nur eine Reminiszenz an den Exportmarkt. 

Ohne Luftpumpe, ohne Reaktor mit 2 ordentlichen Rohren von vorn bis zum Ende kann der 612er richtig ausatmen  !

 

Es muß nicht alles original sein !

Hallo Guido,

deine Ausführungen zum Reaktor sind soweit in Ordnung. Nur wissen einige Herren von den Überwachungsvereinen sehr wohl was in welches Fahrzeug gehört. Und eine Abgasmessung kann auch nur mit  fragwürdigen Tricks bestanden werden.

MfG. Ktm

Bild von Guido

Da muß ich Dir widersprechen.  Ich hatte eben TÜV mit meinem 612er. Der Prüfer war so begeistert, daß er mir eine Kopie einer grünen Umweltplakette gemacht hat und mir die Kopie als Andenken überreichte. Dier CO-Wert lag unter 1.

Keine Trickserei und als Besonderheit nur eine elektronische Zündung mit entsprechendem Verteiler (Lichtschranke).

 

Es muß nicht alles original sein !

Ich belebe meinen Ro gerade wieder. Melde Bedarf beim Reaktor an. Ich vermute, dass die Nachfrage künftig steigen wird. Bisher wurde diese durch Ausschlachten gedeckt. Doch der Markt wird immer leerer.

Hallo,

 

es gibt noch sehr viele gebrauchte Reaktoren die nur Durchrostungen haben, da bietet es sich doch an eine Reparaturlösung zu finden. Ungefähr so: Den Blechmantel entfernen und das innere Rohr nach Sandstrahlung begutachten. Gute Innenteile mit einem neuen Mantel versehen der dem Originalem entspricht. Diese Reaktoren würden dann im Austausch abgegeben werden.

Ich denke, das der Club da eine Firma finden wird, die diese Arbeit machen kann.

Und ich fände es gut, wenn dann auch gleich daran gegangen wird, originalgetreue Auspuffanlagen nachzubauen!

Die originalen Baupläne sind ja vorhanden.

 

Gruß

 

Arne

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise!!!

Bild von Christian von Klösterlein

Arne Kunstmann schrieb:

... wenn dann auch gleich daran gegangen wird, originalgetreue Auspuffanlagen nachzubauen! Die originalen Baupläne sind ja vorhanden.  

Die Baupläne sind nicht das Problem, aber die Preßwerkzeuge!

 

 

Mein Motto: Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

 

Christian von Klösterlein

- Ro 80 Club International -

Internationale Kontakte

 

Moin Moin Christian,

 

ja, mach doch ma!

 

Gruß aus HH...

 

Arne

MERKE: Überholen ohne einzuholen ist die Devise!!!

Bild von Imploder

Mein 74er hat auch keinen Reaktor mehr und anscheinend oft die AU auch so bestanden.

 

Wie funktioniert denn der Reaktor eigentlich vom Prinzip her? Ich habe bisher keine Infos im Netz darüber gefunden.

Bild von Bernd.H

So weit mir bekannt, ist der Reaktor vom Prinzip her einfach ein gut isoliertes, also doppelwandiges, Rohrstück. Er enthält keine Katalysatoranteile wie heutige Schöpfungen zur Nachverbrennung. Er ist quasi die Vorstufe der heutigen Katalysatoren.

 

Durch die Isolation dieses Rohrstücks das gleich hinter dem Motor beginnt und durch die zusätzlich in die Abgase hinein gedrückte Frischluft wollte man erreichen das es innerhalb der heißen Abgase im Reaktor zu einer weiteren Nachverbrennung der Abgase kommt. Anders waren wohl selbst damals die eigentlich noch laschen Abgasvorschriften nicht mehr einzuhalten.

 

Inwieweit die eigentliche Nachverbrennung innerhalb des Reaktors zur Emissionssenkung führte oder aber die Abgasverdünnung durch die eingepresste Frischluft dafür sorgte kann ich nicht sagen. Vielleicht war es der allererste Täuschungsversuch was heutige Abgasproblematiken anbelangt.

Ich denke aber es wird nicht die Abgasverdünnung durch den Einsatz der Luftpumpe ausschlaggebend für die Verbesserung gewesen sein, sondern tatsächlich eine Nachverbrennung innerhalb des Reaktors und auch vielleicht ausserhalb desselben.

 

Interessant wäre mal zu ergründen wie sich die Werte verändern wenn man statt des Reaktors ein einfaches Rohr einsetzt.

 

Grüße

 

Bernd