El. Benzinpumpe saftelt

Bild von ramto171
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Hallo!

 

Bei dem kürzlich erworbenen Ro80 habe ich gestern gesehen laesst die elektr. Benzinpumpe beim Tank (koennte noch die Originale zu sein, hat vorne eine 3-kantigen Plastik Schutzdeckl drauf) an der Dichtungsstelle zwischen dem runden Motorteil und den 3-kant förmigen Pumpenteil (wo auch die Schlauchanschluesse dran sind) leicht Sprit durch, steht der Tropfen! Ansonsten alles gut, pumpt gut und läuft geräuschfrei, Schläuche neu...

 

Frage - Reparatur moegl.? Hat 3 Schlitzschrauben vorne am Pumpenteil die man "mit Glück" ggf noch  nach 45 J. aufkriegt - oder hoffnungslos und gleich ne andere Niederdruckpumpe reinbauen. Die Teile die es im Shop gibt sind glaube ich fuer die mechan. Pumpe vorne bei Motor, nicht fuer die elektrische. Eine AT-Pumpe ist auch vermerkt - wohl auch die mechanische, da es nicht näher genannt ist welche gemeint ist.

 

Gruss, Otmar

Bild von Sascha Scheben

Hallo Otmar!

Guckst Du hier:    ;o)

 

https://www.ro80club.org/de/forum/motor/benzinpumpe-0

 

Oder im Suchfenster >>  Hardi  <<  eingeben.

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Bild von Imploder

Aufgrund der Nachrüstung einer elektrischen Benzinpumpe an meinem Karmann habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt.
Die elektrische Pumpe für den RO80 ist ja nur eine Vorförderpumpe, die Dampfblasenbildung wegen der Hitze des Abgasreaktors verhindern soll.
Es würde auch nur diese Pumpe genügen, wenn die Öldosierung über die mechanische Pumpe nicht wäre...
 

Ersatz ist leicht zu bekommen durch die millionenfach bewährte Pierburg E1F.

 

Die Variante 7.21440.51.0 liefert 0,27-0,38 Bar statischen Druck und ist für Vergaser geeignet.

Sie dürfte der RO80-Serienpumpe am nächsten kommen.

Bild von ramto171

Danke, den Bericht zur Hardi hatte ich eh vorher schon gelesen, die Pierburg Variante war mir neu. Gibt auch so ne kleine Pumpe von Facet - Modell Silver-Top, 0,32 bar, 136 l/h und im Gehäuse integriertem Vorfilter (74 Microns - tauschbar) oder mit Lieferleistung 114 l/h und ca. 0.4 bar  Modell Solid-State habe ich bei ISA-Racing bzw. Sandtler Renndienst gefunden.

 

Wenn ich zwischen den Zeilen lese heißt das - die RO80 Originalpumpe in den Mistkübel werfen, weil scheinbar nicht reparabel? Wenns jetzt eh schon wurscht ist, dann kann ich ja mal reinstochern probieren. Vielleicht gehen die 3 angerosteten Schrauben am 3-Kant Deckel ja auf.

 

 

Bild von Imploder

Ich wäre mit den höheren Drücken vorsichtig. Mit 0,4 Bar sind mir beide Dell'Ortos am Karmann schon übergelaufen und das mit nagelneuen, originalen Viton-Spitzen-Nadelventilen.

 

Die alte Pumpe reparieren, nunja, ich bin ja auch ein Freund des umweltfreundlichen Recycling, aber bei sowas habe ich lieber eine neue drin und für den Rest meiner Lebensspanne Ruhe.

Bild von Guido

Meiner Meinung nach lohnt es sich, die Originalpumpen mal nachzuschauen. Ich habe bisher cirka 10 Pumpen geprüft, aufgeschraubt, gereinigt und wieder gangbar gemacht. Die Pumpen sind meistens, bzw. oft nur im Pumpenteil fest. 

Das kann man zu 50% so reinien, daß es wieder funktioniert. 

Die Elektrik ist selten defekt und teilweise auch reparabel. 

Also einfach mal öffnen. Wenn dann Schrott zum Vorschein kommt, kann man es immer noch wegschmeißen.

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von ramto171

Danke Guido, das scheint ermutigend. Die Pumpe ist eingebaut und läuft absolut tadellos am Ro80, nur schwitzt es Sprit an der Dichtung zwischen dem zylindrischen Elektomotor-Teil und dem 3-kantigem Pumpenteil raus. Vermutlich eh nur o-Ring oder Papierdichtung da dazwischen drin, das sollte dann reparabel sein, wenn ich die 3 Schlitzschrauben aufkriege.

Gruß, Otmar

Bild von Talheim

Ich fahre seit 10.000 km ganz ohne diese Pumpe. Laut Aussage von J. Witzelmaier: wenn man nicht ständig Vollgas fährt...

Auch in den letzten 2 heißen Sommern hatte ich keine Probleme, allerdings fahre ich nie ganz bis auf Reserve runter und wechsle den Benzinfilter am Tank  jedes Jahr.

 

Meiner Meinung einziger Nachteil: wenn der Wagen länger steht und vorn ist der Vergaser "ausgetrocknet" ist, muss man beim Anlassen 20 sec. "orgeln" bis er anspringt.

Arne aus Talheim

Bild von Tilmann Karl

Hallo,

 

mein 69er hat auch keine elektrische Pumpe drin. Das funktioniert genauso. 
ja, im Sommer in einem Stau oder auf dem pass kann es nach dem anhalten schon mal zum stottern kommen. 
Aber der heutige Sprit ist mit dem Ethanol Anteil nicht mehr auf vergaser ausgelegt. Ob es mit einer elektronischen Pumpe komplett weg ist, bezweifele ich mal. 

Grüße

Tilmann Karl

69-padmagrün

 

Bild von ramto171

Leicht leckende elektrische Orig.-Benzinpumpe vom Eingangsposting konnte ich inzwischen abdichten, indem ich 2x platt gedrückte Dichtungen gg. O-Ringe mit 33mm Innendurchmesser x 1.5 dick vor und hinter der Flügelzellenpumpe tauschte. Solche O-Ringe gabs auf Bestellung im Industrie-Teilehandel. Man muss blos beim Zerlegen des Pumpenteils aufpassen dass vorne am Deckel beim Motor nicht die kl. Kugel und hinten nicht die kl. verschiebbaren Segmenten der Flügelzelle verloren gehen. Rest ist easy! Habe kurz mal 1 sec. lang dann am Werktisch + und - an eine exteren Batterie probeweise dran geklemmt, die el. Pumpe dreht.

 

Baue die Pumpe ein, schalte die Zuendung ein - nichts! Da soll ja noch wo ein Relais der Beinzinpumpe sein, habe aber leider keine Ahnung wo ich das finden koennte? Oder schaltet diese el. Benzinpumpe ggf erst später ein wenn der Motor schon laeuft weil ja vorne noch eine mechanische ist + zudem keine Rücklaufleitung in den Tank? Ich kenne el. Benzinpumpen eigentlich nur so dass sie bei Einschalten der Zündung sogleich summen, aber beim RO 80 ist das ggf. anders mit 2 Pumpen. Waere froh wenn mir hier jemand einen Tip geben kann ob die Pumpe schon mit Einschalten Zündung sofort schnurren muss, oder anderswie angeregelt wird.

 

Danke & Gruss, Otmar

Bild von Sascha Scheben

Hallo Otmar,

die Zündung einzuschalten ist Schritt 1, um die Pumpe zu überlisten und zum Laufen zu bringen, musst Du noch den Stecker der Lichtmaschine abziehen, dann läuft die Pumpe an!

Sascha Scheben, Euskirchen

No Rotor, no Motor!

Bild von Imploder

Da ich mit der Pumpe den alten Sprit aus dem Tank befördern wollte, habe ich das schon durch...der Tipp von Sascha mit dem Abziehen des Steckers an der LiMa ist goldrichtig. Stecker ab, Zündung ein, Pumpe läuft.

 

Dass eine elektrische Benzinpumpe bei stehendem Motor und eingeschalteter Zündung läuft, ist auch nicht richtig und brandgefährlich (Unfall)!

Es muss eine Schutzschaltung vorhanden sein, die z.B. den Zündimpuls auswertet.

Manche Schaltungen lassen beim Einschalten der Zündung die Pumpe eine Sekunde laufen, damit Druck im System ist und trockene Vergaser geflutet werden, sonst bekommt man die Kiste nie mehr an, weil die Anlasserdrehzahl nicht austreicht, die Schutzschaltung zu aktivieren und Sprit zu fördern...

 

Das Relais für die Pumpe befindet sich hinter dem Schalttafeleinsatz, habe ich hier neulich gelernt.

 

Übrigens musst Du sicherstellen, dass die verbauten O-Ringe kraftstoffbeständig sind. Sonst saftelt es bald wieder.

 

Bild von ramto171

Danke fuer die Tips zum Anlaufenlassen der Benzinpumpe, werde ich morgen probieren. Die gekauften Dichgtungen sind freilich benzinbestaendig und nicht vom "Gardena-Regal" ausm Baumarkt. Sondern von einem gr. Industrie- und Gewerbezulieferer der ausschließlich Qualitätsmaterial im Sortiment hat. Gibts in Viton FPM oder in NBR, beide sind benzinbeständig - wobei Viton das bessere Material ist.