Wechselintervall Zündkerzen.

Bild von Bernd.H

Gibt es für den Ro ein offizielles Wechselintervall für die Zündkerzen? Bislang habe ich in meinen Dokumenten ein solches nicht gefunden.

 

Danke und Grüße

 

Bernd

Bild von ingbw

alle 15.000 km, steht in der Betriebsanleitung, im Wartungshandbuch 1975 und im Reparaturleitfaden 1981.

Lesen, nicht nur Bilder gucken ;=)

 

Joachim

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noli turbare circulos meos (Archimedes)

Da ist mein RX 8 mit 60000 km gar nicht so schlecht  :-)

Seid 2008 läuft er mit LPG Autogas,die Kerzen sind alle Rehbraun und ohne den geringsten Belag.

Gruß

Claus Heintsch-Rohr

Bild von Bernd.H

Hallo Claus das hört sich sehr gut an.

 

Danke

 

Bernd

Bild von Bernd.H

Danke für die Info. Ich hatte diese Angabe nirgendwo in den mir zur Verfügung stehenden Dokumenten gefunden.

 

Grüße

 

Bernd

Bild von Christoph

 

Ich halte mich an den Zustand der Kerzen, und nicht an eine bestimmte Zahl von Betriebskilometern.

 

 

 

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana

Bild von Bernd.H

Hallo Christoph, ja da hast du sicher Recht und so halte ich es eigentlich auch. Um aber zunächst mal eine grobe Vorstellung zu bekommen in welchen Kilometerbereichen man sich da so befindet, ohne alle paar dutzend KM die Kerzen zu kontrollieren, fand ich eine offizielle Angabe von NSU ganz hilfreich. So hat man zunächst mal einen Richtwert.

 

Mittlerweile ist mir bewusst das die Kerzen beim Ro durch das Öl der Gemischschmierung aber auch durch die hochenergetische Zündanlage viel stärker belastet werden als bei gewöhnlichen Motoren.

 

Grüße

 

Bernd

Bild von Christoph

Ähnlich wie oben von Claus Heintsch-Rohr für den RX-8 geschildert halten meine Kerzen im LPG-Autogasbetrieb im Ro 80 deutlich länger als in meinem seinerzeitigen Benzin-Ro. Eigentlich klingt das vielleicht unlogisch, da ja im Autogasbetrieb angeblich höhere Verbrennungstemperaturen erreicht werden. Aber aus dem deutlich saubereren Kerzenbild schließe ich, daß den Kerzen die Verbrennungsrückstände des Benzins offenbar mehr zusetzen, als der "eigentliche" Betrieb mit der HKZ.

Jedenfalls fielen meine Kerzen im andauernden Benzin-Betrieb häufig viel früher aus als es der Elektrodenverschleiß hätte vermuten lassen, das ist jetzt anders: Die Kerzen halten wirklich in aller Regel solange bis von der Elektrode deutlich sichtbar Material abgetragen ist. Meine jetzigen Kerzen sind schon seit ca 40.000 km drin.

 

Gruß, Christoph

"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana

Bild von Bernd.H

Das ist eine interessante Erfahrung die ihr beiden da gemacht habt. Sie legt die Vermutung nahe das höhere Temperaturen den Ro80 Kerzen gut bekommen. Rein vom Gefühl her kann ich mir auch gut vorstellen das die tief eingebauten Zündelektroden beim Ro es schwer haben in den Temperaturbereich zu kommen bei dem die Selbstreinigung einsetzen kann. Zündkerzen die in einen Brennraum hinein ragen haben es da sicher leichter. Beim Gasbetrieb dürfte dieser hohe Temperaturbereich ebenfalls schneller erreicht werden.

 

Meine Kerzen sahen vor ein paar Tagen beim Ausbau nach vielleicht 5000Km auch schrecklich aus. Der Elektrodenbereich war total mit Verbrennungsrückständen zugesetzt. Sicher ein Resultat der vielen "Spazierfahrten" in der näheren Umgebung.

 

Grüße

 

Bernd

Nach meinen Informationen arbeitet Mazda derzeit an einer Zündung per Laser, damit soll auch mit einen mageren Gemisch

eine vollständige verbrennung angestrebt werden.

  • Zündung extrem magerer Gemische möglich → erniedrigte Flammentemperatur → Reduktion der NOx-Emissionen
  • Keine Elektroerosionseffekte an der Zündkerze → längere Lebensdauer
  • Höhere Verdichtungsverhältnisse möglich → Steigerung des Wirkungsgrades → Senkung des Verbrauchs
  • Beliebige Wahl des Fokus → in der Nähe des Zentrums des Verbrennungsraumes möglich um eine optimale Flammenentwicklung zu gewährleisten.
  • Keine Flammenauslöschungseffekte (Quenching) an den Elektroden der Zündkerze → Zündung magerer Gemische möglich.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Laserz%C3%BCndung

 

Gruß

Claus

Bild von Christian von Klösterlein

 

Christoph,

 

nachdem ich meinen (heute: Deinen) Ro auf Gas hatte umbauen lassen war ich neugierig wie das mit den Kerzen läuft, da ich die verschiedensten Berichte gehört hatte, die sich allerdings alle auf Hubkolbenmotoren bezogen.

Also habe ich mir die Kerzen häufiger als normal angesehen, meist nach jeder Frankreich-Rreise, so um die 1.500 oder 2.000km. Ich war erstaunt, daß die Kerzen immer gut aussahen, ich führte das auf den Langstreckenverkehr zurück, war ja jedesmal 600km hin und 600km zurück, und dann in Frankreich nur Überland-Verkehr.

Dann habe ich mir die Kerzen mal nach einigen Tagen holländischem Kurzstreckenverkehr angesehen, Start-Stop zum Einkaufen und so. Auch da sahen die Kerzen immer gut aus. Und verölte Kerzen oder Störungen durch Kerzenausfall hatte ich nie.

Danach habe ich mich nie mehr um die Kerzen gekümmert, ich weiß nicht wieviel Kilometer ich mit einem Satz Kerzen gefahren bin.

Meine Schlußfolgerung:

LPG-Betrieb führt zu weinger Kerzenverbrauch als Benzin-Betrieb.

 

 Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

Bild von Matthias vom Bodensee

"LPG-Betrieb führt zu weniger Kerzenverbrauch als Benzin-Betrieb."

 

Oder ein 4-Kerzer mit HKZ-Zündung!!!

Bezüglich des Wechselintervalls von 15tkm kann ich nur sagen, dass ich die mit dem 1-Kerzer prinzipiell nie erreicht habe!! Nach maximal 8tkm war Ende. Da lag dann der Motor in den letzten Zügen, zog nicht mehr richtig, Autobahnfahrten hörten bei 120 km/h auf, danach fing er an zu ruckeln und wurde heiß. Kerzen reinigen brachte nur für wenige 100 km Abhilfe. Dann das Gestolper im Leerlauf wenn man mal Stadtverkehr gefahren ist.. naja, man kennt das ja alles aus eigener Erfahrung oder was damals die Presse berichtet hat.

Andere berichteten mir über die gleichen Erfahrungen bez. der Haltbarkeit der Zündkerzen, obwohl da viele erst garnicht Kurzstrecke gefahren sind, sondern meist Autobahn bzw. Langstrecken.

So richtig überrascht war ich dann, als ich mal nen 4-Kerzer mit HKZ gefahren bin. Da hielten die Kerzen plötzlich doppelt so lange ohne etwas dran zu machen. Dann war ich irgendwann mal bei 30tkm und mittlerweile habe ich auf einem Satz Kerzen mehr wie 50tkm drauf und konnte es fast nicht glauben. Wenn ich mir die Zündkerzen angesehen habe waren die selbst bei Stadtverkehr noch rehbraun, auf Landstraße hellgrau und auf der Autobahn hellgrau bis weiß. Glühzündungen? Fehlanzeige, es sei denn die Vakuumpumpe hat statt Unterdruck Öl durch den Motor gepumpt, wodurch die Kerzen derartig verdreckt waren, dass man nicht mal mehr die Masseelektrode unter der Ölkohle erkennen konnte (so geschehen dieses Jahr in Waging). Das war aber eine Extremsituation wo man sich hinterher wundert, dass die Kiste überhaupt noch gelaufen ist.

Die Kontakte musste ich bisher einmal etwas nachbiegen und solange die Kerzen funktionieren bleiben die auch drin. Vermutlich liegt es einfach daran, dass hier halt zwei Kerzen die Arbeit tun statt nur eine, die erheblich stärker belastet ist. Ich könnte mir denken, dass auch die 8° mehr Frühzündung beim 1-Kerzer einiges ausmachen.

Jedenfalls lässt sich für mich abschließend dazu sagen, dass die Doppelzünder m.M. weit weniger problematisch laufen mit einer gescheiten Zündanlage, deutlich sparsamer sind bei gleicher Fahrweise und man sich bei Vollgasfahrten kaum Sorgen machen muss um Glühzündungen. Und ich gehöre schon zu denen die den Ro auch mal ausreizen, wenn es die Verkehrsverhältnisse zulassen. Der Wagen wurde damals dafür gebaut, also muss er das heute ebenso noch abkönnen.

 

LPG hat natürlich den klaren Vorteil, dass es sehr sauber verbrennt und somit die Kerzen nicht verrußen können, bzw. wenn mal mit Benzin gestartet wird, die Verbrennungsrückstände recht schnell wieder verschwinden beim Gasbetrieb. Nachteil: der sperrige Tank und der zusätzliche unschöne Tankstutzen für LPG, wobei das rote Auto unseres Clubpräsi ja auf der rechten Seite ebenfalls so einen originalen Ro80-Tankstutzen besitzt, unter dem dann der LPG-Sutzen sehr schön verschwindet und die Linie des Ro nicht zerstört! Clevere Lösung!

 

schöne Grüße

Matthias

 

 

 

Bild von Christian von Klösterlein

 

Matthias schrieb:

Nachteil: der sperrige Tank und der zusätzliche unschöne Tankstutzen für LPG, wobei das rote Auto unseres Clubpräsi ja auf der rechten Seite ebenfalls so einen originalen Ro80-Tankstutzen besitzt, unter dem dann der LPG-Stutzen sehr schön verschwindet und die Linie des Ro nicht zerstört! Clevere Lösung!

 

Man kann den LPG-Tankstutzen auch hinter eienm klappbaren Nummernschild verbergen.

 

 

Auf der Stoßstange liegen die Adapter für die Länder NL, D und F.

 Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

Bild von Matthias vom Bodensee

Genial! Erinnert irgendwie immer an diverse Opel und Mercedes, die den normalen Tankstutzen auch hinter dem Kennzeichen angebracht hatten! Auch keine schlechte Lösung!

 

Ich persönlich würde aber wahrscheinlich den Tank noch mit Filz verkleiden, aber da hat jeder eigene Ansprüche. Für die paar Km die ich im Jahr fahre rentiert sich das für mich nicht. Man wird ohnehin abwarten müssen wie sich der LPG-Preis in Zukunft entwickelt. Bis 2018 meine ich ist der ja noch festgeschrieben. Was danach kommt steht in der Sternen. Sicherlich wird der deutlich teurer werden, wobei sich das in Holland wohl immer noch rechnen wird.

 

Großer Vorteil mit LPG: die Karre stinkt halt nicht hinten raus.

 

schöne Grüße

Matthias