Anhängerkupplung nachträglich einbauen

Bild von Heilbronner

Guten Mittag,

Ich möchte bei meinem R080 Bj.69, gerne eine Anhängerkupplung einbauen, da ich vielleicht einen Wohnwagen oder einen normalen Anhänger dran hängen will.

Hat jemand mal damit Erfahrungen gemacht? Was muss ich beachten, bezüglich Getriebe? Welche Kupplungen passen noch, und wo kann ich diese kaufen? 

 

MFG Tilmann Karl

Wir bitten um Verständnis, dass der vollständige Text dieses Artikels ausschließlich unseren Clubmitgliedern zugänglich ist!

Bild von Andreas Meyer

Hallo,

 

es gab damals zwei Hersteller - Westfalia und Oris.

Westfalia Kupplungen sind starr, während die Oris Kupplungen abnehmbar sind. Bei beiden Herstellern gibts mehrere Ausführungen.

Bei Oris passen alle Ausführungen ans alte Modell, wobei die neuen besser aussehen, da nur ein Querträger (alte Ausf. mehrere Querstreben). Die alte Ausführung hat nur 1200kg Anhängelast, die neueren 1700kg. Den Querträger sieht man bei allen Oris, da er sich unterhalb der Stoßstange befindet.

Die unaufälligste für das alte Modell ist die erste Ausführung von Westfalia. Die ist zwar nur für 1200kg ausgelegt und sie ist auch nicht abnehmbar, aber es ist die einzige Kupplung, bei der der Querträger durch die Stoßstange verdeckt wird. Man sieht also nur den Kugelkopf.

 

Alle Kupplungen sind eigentlich problemlos innerhalb des Clubs zu bekommen, da viele bei einer Restauration die AHK nicht mehr dranbauen und sowas noch im Keller haben... Im Clublager müsste auch noch was liegen.

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Bild von Heilbronner

Guten Mittag,

Vielen Dank für deine Info. Ich überlege mir eine Anhängerkupplunk ernsthaft. Macht es überhaupt sinn? 

Ich habe nämlich mal gelesen, dass das Getrieb in den älteren Baujahren dadurch beschädigt wird. Stimmt das? Weil dann würde ich keine einbauen.

 

MFG Tilmann Karl

MFG

Tilmann Karl

 

Bild von Andreas Meyer

Hallo,

 

das mit dem Getriebe ist quatsch... Außerdem sind an dem Getriebe zwischen 4/1968 und 11/1976 keine Änderungen vorgenommen worden... Ab etwa 12/1976 gabs dann die "verstärkten" Getriebe, da wurde das Vierpunktlager durch ein Kegelrollenlager ersetzt.

 

Ich fahre seit Jahren mit meinem 67er Ro80 und Wohnwagen (1000kg) zu NSU-Treffen und in Urlaub... Bei einem Wohnwagen sollte man darauf achten, dass er nicht allzu schwer ist, da der Ro untenrum etwas drehmomentschwach ist. Bis 1000kg ist optimal, bis 1200kg geht auch noch, über 1200 ist Quälerei. Je strömungsgünstiger, desto besser... Die Angriffsfläche macht enorm viel aus...

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Bild von Heilbronner

Hallo,

 

Das hat bei mir einige Fragen beantwortet. Ich hatte auch nicht vor oft mit einem Anhänger zu fahren. 

Es wird sowieso noch etwas dauern, bis ich eine anbaue. Vielen Dank für eure Infos.

 

MFG

 

MFG

Tilmann Karl

 

Bild von Ralf

Andreas, gibt es bezogen auf Ro ab Modelljahr '76 etwas besonderes zu beachten?

Ich würde jetzt erstmal herauslesen, Oris abnehmbar neuere Ausführung passt.

Im Lager sind übr. derzeit wohl keine kpl. Kupplungen mehr.

 

Bild von Andreas Meyer

Hallo Ralf,

 

ans neue Modell passen alle Kupplungen. Würde beim neuen Modell die abnehmbare Oris, letzte Ausführung, empfehlen. Ist gleichzeitig auch die häufigste AHK.

 

Rotierende Grüße
Andreas

Andreas Meyer, 2. Vorsitzender, Ro 80 Club International e.V. - Verein für Kreiskolbentechnik

Hallo Ralf und alle, die sich mit Anhängerkupplungen auskennen,

ich bin neu hier und habe einen Ro 80 von Ende 1973. Ein Bekannter hat mir eine Anhängerkupplung dafür gegeben, weil er sie nicht mehr braucht. Der TÜV hat sie erfreulicherweise als zulässig eingestuft. Allerdings ist die Steckdose kaputt und es sind keine Kabel zum Anschluß dabei. Gibt es vielleicht einen Kabelsatz dafür oder einen Plan, aus dem erkennbar ist, wie und wo alles anzuschließen ist. Dabei müssen ja auch der Blinkgeber ausgetauscht und die zusätzliche Kontrollampe angebracht werden. Einen 4-poligen Binkgeber habe ich auch schon.

 

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir hierzu Informationen geben könntest.

 

Schöne Grüße

Moin,
Steckdosen mit Kabelsatz gibt es im Zubehör, alte wie neue Art.
Angeschlossen werden die Strippen an den Rücklichtern.
Betreffs des Blinkgebers ist zu beachten, das es da alte und neue gibt, wenn Deiner ein 73'er ist, hat er den alten.
Da mußt den richtigen haben, sonst geht der Blinker nicht mehr.

Merke: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Kammervolumen!

Schönen Dank, Arne!

 

Unser Ro ist zwar von 1973, aber die Fahrgestellnummer (0841000051) ist die erste, für die die 1974er Schaltplanausgabe gilt. Insofern ist er ja vielleicht elektrisch ein 74er und kann weiter verwendet werden. Könntest Du mir vielleicht einen Anhaltspunkt dafür geben, wie man die Blinkgeber unterscheiden kann?

 

Dazu habe ich Fragen über Fragen, weil ich mit Anhängerkupplungen noch keinerlei praktische Erfahrung habe:

 

Ohne Anhängerkupplung (AHK) in Standardausführung sollte ein Blinkgeber mit 3 Anschlüssen eingebaut sein, der jeweils zwei bzw. vier (Warn-) Lampen mit Blinkstrom versorgt. Wenn nur eine Lampe funktioniert, dann ist die Blinkfrequenz höher. Die Kontrollampe liegt zwischen L und R.

 

Für Anhängerbetrieb sollte ein 4-poliger Blinkgeber eingesetzt werden, hat mir der Prüfingenieur gesagt, der meine AHK für tauglich erklärt hat. Unterschied soll sein, dass dieser den Anschluß C zusätzlich zu den Anschlüssen 49, 49a und 31 haben soll.

 

Aber - in meinem Ro 80 Schaltplan und auch im Ro 80 ist einer ohne Klemme 31 verbaut! Es ist einer mit Kontrollklemme C aber trotzdem mit nur drei Klemmen. Die Bezeichnung des Blinkgebers ist Hella 91/1P3V - 2(4)x21W/32cp-12V.

 

Als Alternative steht mir noch ein anderer Blinkgeber zur Verfügung mit vier Klemmen (31, C2, 49, 49a). Es ist ein Hella 2+1(6)x21W-12V. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass er nicht in die Original-Steckverbindung paßt und Klemme 31 noch mit dem Massepunkt verbunden werden muss.

 

Den werde ich wohl einsetzen müssen und eine Verkabelung mit Steckern und zusätzlicher Masse.

 

Oder muss ich einen zweiten Blinkgeber einbauen mit einer zusätzlichen Kontrolleuchte? Ich bin ganz wankelmütig!

 

Gibt es dazu noch Hinweise von Erfahrenen?

 

Beste Grüße

Moin,
Du brauchst ein Blinkrelais mit den Klemmen 49, 49a, C und C2.
Die Bilder konnte ich auf meinem Smartphone nicht genau erkennen.
Du kannst die bisherige Verdrahtung so lassen wie sie ist, nur von C2 muss eine Strippe zur AHK Blinker Kontrolle gelegt werden, von da aus an Masse. Wo man die Lampe am besten anbaut, ist wohl Geschmacksache...
Gruß Arne

Merke: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Kammervolumen!

Hallo Arne,

schönen Dank für Deine Antwort. Ich habe mein Anhänger-Blinkrelais mal genau getestet. Es funktioniert so, dass eine einzeln angeschlossene Blinklampe mit hoher Frequenz blinkt. Bei zwei angeschlossenen Lampen ist die Blinkfrequenz normal. Bei drei angeschlossenen Lampen, also wenn der Anhänger angeschlossen wäre, blinkt alles normal und nur dann kommt zusätzlich ein Blinksignal an Klemme C2. Diese Klemme kann ich also für die Anhänger-Blinkkontrolle verwenden. Da mein Blinkrelais nur den einen C2-Kontrollanschluss hat, werde ich noch eine zweite Kontrollampe zwischen R und L schalten. Diese blinkt dann im Normalbetrieb (bei Störung schnell) und zeigt die Funktion an. Die Klemmen R und L werde ich wohl gut am Warnblinkschalter abgreifen können. Das Anhänger-Blinkrelais werde ich dort mit Leitungen anstecken, wo jetzt noch das Original-Blinkrelais steckt. An der Befestigung für das Anhänger-Blinkrelais werde ich auch die Masse anschrauben, die das Relais zusätzlich für die Funktion benötigt.

 

Schöne Grüße

 

 

Bild von Matthias vom Bodensee

Wenn ich da gerade Blinkrelais lese:

 

Es gab ja zwei prinzipell unterschiedliche Blinkgeber beim Ro. Die ersten bis 74/75 mit Hitzdraht und dann die späteren mit Relaisspule die teilweise mordsmäßig laut ticken.

Zitat  aus der "MOT" von 03/1976: "Das Blinkrelais tickt wie eine großväterliche Wanduhr....."

 

Die alten Blinkgeber die mit Bimetall und Hitzdraht arbeiten können teilweise auch mordsmäßige Streuungen aufweisen in der Blinkfrequenz. Zum einen durch die Bordspannungsunterschiede, zum anderen aber auch wenn andere Birnen eingedreht sind (andere Last). Es gab da nämlich auch 18 Watt-Birnen für Blinkanlagen mit Hitzdraht

Hat man überall 21 Watt drin kann es sein, dass die Taktung des Blinkgebers plötzlich abweicht bzw langsamer wird.

Manche Blinkgeber sind dann beim blinken von der Fequenz noch ok, aber bei Warnblinker wird er dann grottenlangsam. Ich hatte mal solch ein Geber wo die Lichter 1-2sek. an blieben, ganz kurz aus waren und dann wieder 1-2 sek an waren.

Dem kann man entgegen wirken, indem man entweder einen anderen Blinkgeber probiert (so man hat) oder den Blinkgeber öffnet und die Vorspannung des Hitzdrahtes verändert durch vorsichtiges nachbiegen des Metallbügels an dem der Draht befestigt ist. So kann man ein Blinkgeber schneller oder langsamer machen bis es dann beim Blinker und Warnblinker passt.

 

schöne Grüße

Matthias

Nun habe ich das Bild mit dem blauen Blinkgeber mal auf dem Laptop angesehen.
Das ist ein neuerer, den kannst Du nicht nehmen.
Wenn Du das machst, hört sich Dein Blinkgeber an wie der Drehzahlwarnsummer, wenn Du die Zündung anmachst...
Da hängen dann statt 2 x 21 Watt nur die 1,2 Watt der Kontrolllampe dran und nun weißt Du auch wie der Warnsummer funzt.

Merke: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Kammervolumen!

Bild von Christian von Klösterlein

 

Robert 80,

zur Elektrik der AHK siehe auch Tipp 8-21 unserer Tipps & Tricks,
und zur Lüfterzarge Punkt 21 der Ergänzungen zum Reparaturhandbuch, beide im Clubshop erhàltlich.

 

 Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben