Die Restauration meines 76ers

Bild von Matthias vom Bodensee

Hallo zusammen,

nachdem Andreas hier vor gut 2 Jahren den Anfang gemacht hat schließe ich mich nun hier -von Ihm ermutigt- mit der Bilderdoku von der Restauration meines 76ers an.

Er ist nichts besonderes. Hat noch nicht mal ein Schiebedach und die Farbe ist ganz und garnicht selten, aber mit diesem Fahrzeug fand ich erstmals nach der Fahrschule Zugang zum Straßenverkehr und er hat mich 2 Jahre lang treu und sicher durch den Alltag begleitet.

Gekauft habe ich ihn 2002 mit gerademal 103tkm. Der Wagen lief am 19.03.1976 in Neckarsulm vom Band und wurde am 29.03.76 zugelassen. Der Erstbesitzer fuhr ihn bis 1979 bis er ihn weiter verkaufte. Wohl deshalb weil die Maschine platt war. Das belegt ein Kompressionsdiagramm aus dieser Zeit.

 

(Mein 76er im Jahr 1979, keine Ahnung wo und was das im Hintergrund ist. Sieht nach Abhörstation aus. Wer's weiß hebe die Hand!!! Vor allen Dingen das "wo" interessiert mich!)

 

Der Zweibesitzer spendierte 1981 dem 5 Jahre alten Wagen eine fabrikneue Maschine beim NSU-Lang in Stuttgart. Seit der Zeit wurde der Wagen in 20 Jahren gerade mal 20tkm bewegt. Irgendwann muss der Wagen mal einen Heckschaden gehabt haben wie mir der Sohn des Vorbesitzers mitteilte. Die Löcher für die AHK waren noch vorhanden.

Der Vorbesitzer starb wohl in den 90ern und seine Frau fuhr den Ro80 wohl nur noch selten weswegen er letztlich 1996 außer Verkehr gesetzt wurde. Aufmerksam wurde ich auf Ihn durch eine Anzeige in der „Oldtimermarkt“.  Ich fuhr den Wagen wie schon eingangs erwähnt 2 Jahre im Alltag. Dabei staunte ich über die gute Wintertauglichkeit. Er ließ mich bis auf zwei kleine Ausnahmen in 40tkm eigentlich nie im Stich. Einmal war die Wasserheizung der Startautomatik defekt, weshalb der Motor hoffnungslos überfette und nach wenigen Km kein Gas mehr annahm und ein anderes Mal waren defekte Zündkabel schuld.

Nachdem ich 2004 den Motor probehalber durch die Maschine meines seeligen rhesedagrünen 76ers getauscht hatte und feststellen musste, dass die Maschine platt war wurde er im Oktober 2004 erneut außer Verkehr gesetzt auch im Hinblick darauf, dass ich mittlerweile einen 73er in schlechtem Zustand hatte der als Winter-Ro herhalten und der 76er im kommenden Jahr restauriert werden sollte. Ein Unfall mit dem 73er machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung und so rückte die Restauration des 76ers erstmal in weite Ferne.

2007 fand die letzte kurze Bewegungsfahrt mit roter Nummer statt und der mittlerweile schlechte Lackzustand – der Klarlack war rissig geworden und breitete sich ursprünglich von der Heckklappe allmählich über die gesamte Heckpartie aus- entfachten in mir erneut die Hoffnung bald mit der Restauration beginnen zu können. Es sollte noch weitere 5 Jahre dauern. In der Zwischenzeit war Blechteile sammeln angesagt, denn der Rost hatte in 36 Jahren an einigen Stellen ordentlich zugeschlagen.

(die gammlige Frontschürze 2007, hier hilft nur noch Ersatz)

 

 (die Endspitzen hat es auch dahin gerafft)

 

(Das Heck hat seinen Glanz verloren, der Lack seine Glätte, lediglich unter dem D-Schild war er noch gut)

 

Natürlich sah er auf den ersten Blick garnicht mal so schlecht aus aber bei näherem Hinsehen merkte man schon den Zahn der Zeit der an ihm genagt hatte vor allen Dingen die letzten 2 harten aktiven Jahre ohne Garage.

 

Im November 2011 nahm ich es dann endlich in Angriff. Als erstes kam der Motor dran. Von einem guten bekannten erstand ich einen Ro135 den ich für den 76er herrichten wollte. Als erstes musste die unansehnliche lackierung runter, weshalb ich die Maschine zum sandstrahlen weg gab.

(Kaufzustand und nach dem Strahlen)

 

Die Maschine lief 20 Jahre lang in einem Sportboot auf dem Steinhuder Meer bis dort Verbrennungsmaschinen verboten wurden. Das Boot wurde verschrottet der Motor kam über Umwegen dann zu mir. Der Motor präsentierte sich als tadellos, lediglich die Dichstreifen saßen etwas fest durch Feuchtigkeit. Außer einem neuen Motordichtsatz, 2 Dichtstreifen die beim Ausbau kaputt gingen und sicherheitshalber einem Satz Dichtbolzenfedern war nichts dran zu machen. Die Lackierung nicht zu vergessen. ;-)

 

 

Danach nahm ich die Fahrertüre in Angriff mit deren ersten Reperaturversuch im Jahr 2007 ich nicht zufrieden war. Dank den Reperaturblechen von Geurt van Burken klappte dies dann wunderbar und stellte mich auch zufrieden.

Mittlerweile war es Frühsommer 2012 und ich fing an die Karosserie soweit zu zerlegen, dass sie noch aus eigener Kraft aus der Tiefgarage auf den Trailer gefahren werden konnte.

 

(Demontagearbeiten in der Tiefgarage)

 

Die Türen waren bis auf wenige kleine Stellen in erstaunlich gutem Zustand. Lediglich an den Falzen saß der Flugrost und wenige Stellen waren durch. Ich beschloss die Türen kurzerhand zu Carblast nach Stuttgart zu bringen und dort im Tauchbad zu entlacken, entrosten und anschließend kathodisch grundieren zu lassen. Eine Investition die sich mit Sicherheit gelohnt hat. Geschweißt mussten nur HL zwei 1-Euro große Stücke im äußeren Bereich unten.

 

(Die tauchbadgrundierten Türen)

 

nachdem dann das meiste außen abgebaut war kam der Wagen nach Hause in die Garage wo der Rest zerlegt wurde.

(Abtransport in die heimische Garage)

 

Als der Motorraum leer geräumt war machte ich mich erstmal an die Sichtung der Roststellen. Manche sahen auf den ersten Blick schlimmer aus als sie nachher waren wie an der D-Säule links. Andere Stellen ließen nichts gutes verheißen wie z.B. der Radlauf HL oder der Bereich um den linken Auspuffhalter.

(D-Säule HL beim Instandsetzen des Unfallschadens wohl schlampig gearbeitetan der Stelle)

 

(Bereich Auspuffhalter HL)

 

Eine typische Stelle am Ro die ich schon von meinem 73er kannte. Nur war beim 73er an dieser Stelle ein Schweißgeschwür zu finden dass den Halter mit Müh' und Not am Platze hielt. Immerhin mit der Partie hatte ich schon Erfahrung und so dengelte ich mir gleich ein neues.

 

Es folgten zwei kleine Bleche VL und VR im Fußraum wo die Vermessungspunkte der Karosserie vor sich hin gammelten und die als Hebebühnen-Aufnahmepunkte missbraucht und der Boden hochgedrückt worden war. Etwas das mich zeitlebens störte und bei der Gelegenheit gleich mit beseitigt wurde. Man kennt das ja schon.

 

Die nächste und größte Baustelle war dann die Frontschürze. Hier hatte ich mir ein Reparaturblech selbst hergestellt doch beim einpassen stellte ich fest, dass ich mich um 5mm vertan hatte. Verflixt! Glücklicherweise war der Ausschnitt 5mm zu groß und so teilte ich das Blech in zwei Hälften und setzte es wieder sauber ein.

(Instandsetzung der Frontschürze)

 

Der Kühlerquerträger war nicht mehr zu retten deswegen griff ich da wieder auf Geurt van Burken's Reparaturbleche zurück. Nachdem die Außenhaut instand gesetzt war wurde der Querträger wie ab Werk mit der Punktschweißzange festgepunktet.

 

Nach der Schweiß und Entrostungsaktion hatte ich die Nase gründlich voll und war froh, dass der Wagen blau mit roten Grundierungspunkten bald zum Spengler gehen konnte. Die Innenkotflügel dichtete ich noch an den Blechfalzen mit Karosseriedichtmasse ab und trug Steinschlagschutz auf.

Mitte August konnte er dann zum Spengler der sich um die Radläufe und das rostige Heckblech kümmerte.

 

(bereit für den Abtransport)

 

Während der Zeit nahm ich mir dann nach und nach die einzelnen Bauteile vor.

Das Getriebe stand vor Dreck also hab ich es in mühevoller Arbeit vom Dreck und Oxid der letzten 30 Jahre befreit. Die Bremssättel waren 2003 von mir überholt worden und bekamen lediglich eine Farbauffrischung.

 

Als nächstes kam der Anlasser dran. zerlegen, prüfen, Gehäuse entrosten, frisch lackieren und den eingelaufenen Anker etwas abgedreht, fertig.

(Anlasser vorher und in alle Einzelteile zerlegt)

 

(Anker abgedreht und frisch lackiert)

 

Das nächste waren dann die Scheinwerfer die dran kamen. Die Reflektoren waren noch in tadellosem Zustand. Die Gläser hatte ich 2003 schonmal zur Reinigung abgebaut. Lediglich die Scheinwerfergehäuse waren unansehnlich weswegen ich lang hin und her überlegt habe was ich mit den Dingern machen soll. Anfangs wollte ich die neu verzinken lassen aber dann hätte die Blinkeraufnahme raus müssen und die war genietet und so hab ich mich entschlossen sie zu Lackieren. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Jürgen Meyer der mir dafür einen guten Tipp hatte!! Das Ergebnis ist besser geworden als ich gehofft hatte!! Wie man sieht ist der Unterschied mehr als deutlich.

 

Während ich mit der Aufarbeitung der Teile beschäftigt war hatte der Spengler alle Hände voll zu tun mit der Karosserie.Der linke Radlauf war auf ganzer Länge zusammen gefault und die hinteren Endspitzen waren nur noch fragmentweise vorhanden. Der Innenraudlauf sah dementsprechend aus aber immer noch besser wie ich gedacht hatte.

Die Radläufe das Heckblech und die Übergänge von der Frontschürze zu den Kotflügeln hab ich machen lassen. Ich mach ja nach Möglichkeit gern alles selber aber ich steh mittlerweile auf dem Standpunkt bestimmte Sachen besser von jemandem machen zu lassen der deutlich mehr Können in Sachen Blechbearbeitung hat als ich. Besonders an Stellen die man dann später sieht. Letzten Endes bin ich ja auch kein gelernter Spengler.

Das Heckblech wurde entgegen meiner Annahme doch nicht komplett getauscht.Die Bereiche um den beim neuen Modell vorhandenen Kennzeichenträger waren stark angegammelt wie man auf einem der oberen Bildern sehen kann. Was zu retten war wurde partitiell gestrahlt und anschließend verzinnt und links musste ein Stück Blech ersetzt werden. Durch das Blech verzinnen konnte der neue Kennzeichenhalter nicht mehr angeschweißt werden und so hab ich beschlossen das Teil fest zu nieten oder schrauben. Dazu später mehr.

(Radlauf links)

 

Die Karosseriearbeiten traten nun langsam in die heiße Phase. Nachdem die braune Pest an besagten Stellen beseitigt war musste der Heckbereich komplett abgeschliffen werden. Der Wagen hatte wohl mal in den 80ern einen Heckschaden und hat beide Seitenwände und Heckblech neu bekommen. Jedenfalls muss der Lackierer damals wohl etwas ungeduldig gewesen sein und hat den Untergrund nicht lange genug ablüften/aushärten lassen weswegen der Wagen im gesamten Heckbereich auf den horizontalen Stellen "sonnenbrand" bekam. zuerst wurde der Klarlack rissig und irgendwann auch der Decklack. Urspünglich fing es auf der Heckklappe an und breitete sich trotz 8 Jahre dunkler Garage über das ganze Heck und beide hinterenTüren aus. Der lack war zum Schluß fast so rauh wie ungeschliffenes Holz!! Die Abschleiferei war mit Sicherheit nicht die tollste Arbeit. Der arme Lackierer.

(Heckbereich mit Kontrastmittel [Graphitpulver] behandelt)

 

Im September war es dann endlich soweit. Ab in die Lackierkabine. Ein Anblick der jedes Mal aufs neue ein Erlebnis ist. Das Foto ist entstanden als der Lack noch weich war.  Der kam dann über Nacht nochmal in die Kabine zum vollständig aushärten.

 

Ich hab den Wagen dann erstmal noch ein paar Tage so stehen lassen.In der Zwischenzeit hab ich mich dann mal um die kaputten Spritzlappen der Spurstangen gekümmert die schon früher ab 130 immer gegen das Radhaus klatschten.

Dabei kamen mir die 1001 Tipps und Tricks zur Hilfe und ich hab die Nachfertigung gleich optimiert. Zu was ein alter LKW-Schlauch noch gut sein kann.......

(selbst angefertigte Spritzlappen für die Spurstangen)

 

nachdem ich ja nun den Motorraum mit lackieren ließ (entgegen meinem urspünglichen Plan). Wollte ich natürlich auch die übrigen Bauteile nicht einfach wieder so einbauen. das blitzblanke Getriebe und der frisch lackierte Motor passten irgendwie nicht zu den anderen unbehandelten Teilen. Also blieb mir nichts anderes übrig als jedes Bauteil zumindest mal optisch aufzufrischen und wenn man schon mal dran war auch gleich technisch soweit das überhaupt nötig war mit 140tkm.

(Generator vorher)

(Generator nachher)

Die Farbe der Ständerwicklung war die gleiche wie der "Haftgrund" aus der Spraydose vom Baumarkt. Zufälle gibt's. jedenfalls sieht's so deutlich besser aus. Schleifkohlen und Schleifringe waren noch tadellos.

Der Motor hatte mittlerweile all' seine Nebenaggregate erhalten und wartet seitdem auf den Einbau. Ich bin gespannt wie die Maschine läuft. Es ist jedes Mal aufs neue ein Erlebnis.

(Motor mit allen Nebenaggregaten)

 

Als nächstes kam das Steuerventil dran. Ursprünglich sollte das ja "nur" gereinigt werden aber ich hab mich dann doch dazu entschlossen alles komplett zu zerlegen und wenigstens die O-Ringe zu erneuern. Immerhin eine Arbeit die mein zwischenzeitlich zugezogener Bandscheibenvorfall noch zuließ.

Zwischen den Gehäusehälften war das Alu oxidiert und hat etwas die Dichtungen von Ihrem Platz verdrängt. Die Schaltung hat aber nie Probleme gemacht solche Sachen treten eben erst dann zu Tage wenn man das Zeug in 100 Einzelteile zerlegt. Die Membranen waren noch einwandfrei. Ich bin gespannt ob es auf Anhieb funktioniert. Bisher wurde kein Bauteil auf Funktion geprüft. Das wird dann eine Überraschung.

(Steuerventil vorher und in allen Einzelteilen)

(Steuerventil nachher)

 

Nachdem es meinem Rücken wieder besser ging konnte ich mich endlich mit der Vorderachse beschäftigen. Als erstes nahm ich mir die Gelenkwellen vor. Ich kann mich dran erinnern, bei Volleinschlag manchmal komische Knackgeräusche

gehört zu haben. Ich dachte erst es liegt an einer der beiden Antriebswellen jedoch waren die Gelenke noch gut und hatten kein Radialspiel. Die Gummi-Achsmanschetten waren teilweise durch oder stark porös und ich wollte nach Möglichkeit keine Gummimanschetten mehr einbauen also hab ich mich im Audi Konzern auf die Suche gemacht und tatsächlich Achsmanschetten aus Kunststoff gefunden die auf die Gelenke vom Ro80 passten. Die Klemmschellen musste ich aus dem Normteile-Katalog zusammen stoppeln weil die mitgelieferten zum Teil nicht passten und die für die inneren Manschetten keine Maßangaben aufgestanzt hatten.

Eine innere Manschette hatte einen 3mm langen Riss. Ich hab überlegt was ich tun soll und hab sie schließlich nach einer gründlichen Entfettung mit Haftvermittler und Scheibenkleber aus dem Audi-Teilekatalog von innen repariert. Hält bombig und ist strapazierfähig zumal sich die innere Manschette ohnehin nicht so stark hin und her bewegt wie die äußere. Die große Klemmschelle für die innere Achsmanschettekam vom Audi R8. Leider sind die Kunststoffmanschetten entfallen und durch eine Gummi-Version ersetzt worden. Die letzten zwei konnte ich gerade noch ergattern.

Immerhin bis die Antriebswellen so ausgesehen haben vergingen auch knapp 2 Wochen. Außengelenke zerlegt ausgewaschen, neu gefettet und zusammen gebaut. Apropos: Hat jemand schonmal die inneren Gelenke zerlegt bzw weiß wie die Dinger auseinander gehen? Ich hab sie ausgewaschen und gut Fett rein gedrückt.

 

Die Radlagerhäuse wollte ich nicht strahlen, weil die Lager noch tadellos waren also hab ich die Gehäuse gründlich geputzt und lackiert. Sieht so auch gut aus. Die Radlager hab ich nachgefettet und dann später wieder eingebaut.

Die Vorderachse hab ich größtenteils zum sandstrahlen und pulverbeschichten gebracht.

Die Stoßdämpfer vorne hab ich entrostet und lackiert. Und nebenbei auch gleich die federteller etwas optimiert. Die Ablauflöcher sind gut 3mmzu weit oben weswegen sich der Dreck und Wasser im Falz unten festsetzt und dort für Gammel sorgt. Ich hab den Falz sauber gemacht und nach der Grundierung eine Naht mit Karosseriedichtmasse gezogen sodass jetzt die Ablauflöcher der tiefste Punkt sind und die Dreckplörre mitsamt Steinchen rausgespült wird.

 

(Federteller optimiert)

Anschließend kam eine Schicht Steinschlagschutz drüber und schwarzer Lack.

 

Kurz vor Weihnachten konnte die pulverbeschichtete Vorderachse abgeholt werden.

Man sieht so gut wie keinen Unterschied zwischen Lackierung und Beschichtung. was auch Sinn und Zweck sein sollte. Zwar wird man nachher nicht mehr viel von dem Meisterwerk sehen aber so hat wenigstens der Prüfingenieur etwas zum gucken. Und letzten Endes dürfte sich die Achse für lange Zeit in diesem Zustand halten. Die Flanblocks haben sich wunderbar einpressen lassen und ein Vergleich zwischen alten und neuen Lagern zeigte wie schlecht die originalen mittlerweile waren.  Meine Arbeitskollegen sind immer wieder erstaunt woher ich die neuen Ersatzteile hab. Wenn ich dann erzähle was unser Club mittlerweile alles nachfertigt staunen sie kugelrunde Bauklötzer. Ich bekomme für den Ro80 mittlerweile fast besser Ersatzteile als für meinen Audi 100.

(die Flanblocks im Vergleich)

Nachdem die neuen Lager eingepresst waren konnte mit der Montage der Vorderachse begonnen werden.

 Anschließend wanderte das Getriebe und die Antriebswellen wieder an seinen Platz.

Nachdem der Wagen nach längerer Zeit mal wieder lenk- und rollbar war kamen die Rücklichter an die Reihe.

Den Kennzeichenträger habe ich im Zuge der Restauration nicht mehr verschweißen lassen. Da auf den kompletten Austausch des Heckblechs verzichtet und die Roststellen sand gestrahlt und anschließend verzinnt wurden war schweißen unmöglich geworden. Ich habe dem Lackierer den Auftrag erteilt Heckblech und Kennzeichenträger seperat zu lackieren und vor der Lackierung Bohrungen oben und unten zu setzen damit ich den Kennzeichenträger anschließend festmachen kann. Somit habe ich einen Rostherd weniger. Ich hab den Kennzeichenträger mit Gummiunterlagen am Heckblech fest genietet und die Kontaktstellen zusätzlich mit Hohlraumwachs versiegelt.

Entgegen meinen Erwartungen ging das Abdichten der Rückleuchten problemlos über die Bühne (ich hoffe die Dinger sind auch dicht). Beim letzten Mal musste ich die Rückleuchten 3 Mal abdichten um sie einmal auch wirklich dicht zu bekommen. Die erste Fahrzeugwäsche wird es ans Licht bringen ob die dicht sind.

Da das so gut geklappt hatte hab ich gleich mal noch die Tür HR montiert.

 

 

Mehr beim nächsten Mal............

Fortsetzung folgt............

Wir bitten um Verständnis, dass der vollständige Text dieses Artikels ausschließlich unseren Clubmitgliedern zugänglich ist!

Bild von Gunter

Lieber Matthias,

 

super Bericht, freue mich, dieses Auto mal in Hard begrüßen zu können.

Die Frage nach dem Bild kann ich dir beantworten: es ist die Erdfunkstelle Raisting

 

lg Gunter

Gunter Olsowski

+49 7248 200099 (aus Deutschland)

+43 664 1461300

Fax +49 32121393629

gunter.olsowski@ro80club.org

 

Bild von Matthias vom Bodensee

Mensch Gunter,

 

Klasse! Du weißt garnicht was Du mir damit für eine Freude gemacht hast!!!! Woher wusstest Du das? Warst Du schonmal dort? Im Wikipedia sieht man sogar auf dem Panoramabild wo der Wagen wohl gestanden hat. Im Google Earth sind weitere Fotos zu sehen. Kein Zweifel: Raisting!!!!

 

schöne Grüße

Matthias

Bild von Gunter

Hallo Matthias,

 

ich hab mal 1990 ein 3er-Cabrio in Dingolfing abgeholt und bin dann anschließend dort vorbei gefahren und ein ähnliches Bild gemacht, das ich leider nicht mehr habe,

 

lg Gunter

Gunter Olsowski

+49 7248 200099 (aus Deutschland)

+43 664 1461300

Fax +49 32121393629

gunter.olsowski@ro80club.org

 

Bild von Matthias vom Bodensee

Ah daher also.

Na dann hab ich ja an der richtigen Stelle gepostet. Das Bild wird natürlich nach der Restauration nachgestellt. Vermutlich dann wenn ich die Maschine einfahre so im April.

schöne Grüße

Matthias

Bild von Gerhard

Hallo Mathias,

ein prima Bericht. Da entsteht ja wieder eine echte Schönheit. Wenn ich die Achsschwingen sehe, fällt mir die Anregung ein, die Dinger innen mit Wachs zu tränken. Meine haben schon etwas verdächtig geraschelt. Wahrscheinlich hast Du das aber schon gemacht.

Übrigens, wenn Du das Servoventil auseinandernimmst, achte darauf, dass die Anschlagschraube von unten (im eingebauten Zustand) für das Einkuppeln wichtig ist. Im warmen Zustand wird die Kupplung sonst immer weicher. Ich habe mir zur Einstellung damals einen extra kurzen Schraubenzieher gebaut, denn Du kommst ohne Scheinwerferausbau sonst nicht mehr dran.

Viel Spaß mit Deinem Neuen

Gerhard

Bild von Matthias vom Bodensee

Hallo Gerhard,

 

das war gleich das erste was ich nach dem Pulverbeschichten getan habe. Bez. Steuerventil: ich hab die untere Schraube nicht verstellt. Sollte eigentlich nachher wieder passen. Ich denke aber mal ich muss es ohnehin einstellen. Jedenfalls werde ich versuchen dran zu denken wenn es soweit ist. Danke für den Tipp!

 

schöne Grüße

Matthias

Bild von david

Hallo Gerhard,

Gerhard schrieb:

[...] daß die Anschlagschraube von unten (im eingebauten Zustand) für das Einkuppeln wichtig ist. Im warmen Zustand wird die Kupplung sonst immer weicher.

Das ist interessant, denn mein Ro kuppelt wenn er kalt ist zu schnell und hart ein und wenn er warm ist zu langsam (weil ich an der oberen Schraube in Richtung weicher verstellt habe).

Kannst Du sagen in welche Richtung man die untere drehen muss, damit es im kalten Zustand weicher einkuppelt?

Dann kann ich wahrscheinlich anschließend die obere wieder etwas härter drehen.

beste Grüße

david

---

1975 aquablau

Bild von Matthias vom Bodensee

Servus,

 

ich würde mal sagen rausdrehen damit mehr Luft durch geht und er so schneller einkuppelt also linksrum. Das ist wenn ich es recht weiß ein Rechtsgewinde. Viel Erfolg!

Bild von Ralf
Bild von Christian von Klösterlein

 

Guido Rapsch bat mich hier die folgende Information einzustellen (da bei ihm das Einstellen eines Bildes nicht glückte):

 

Bild und Text: Guido Rapsch.

 

 Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

Bild von Guido

Danke Christian ! 

Hier sollte man mal das Einstellen von Fotos so erleichtern, wie es in anderen Foren geht : 1 oder 2 Klick ? 

Ich schaffe es nie !  ;-)

 

 

Es muß nicht alles original sein !

Bild von rekord

Hallo Matthias,

 

Schon ein altes Thema aber für mich jetzt sehr Aktuel.

 

Beim herstellen der Scheinwerfern schreibst du:

"Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Jürgen Meyer der mir dafür einen guten Tipp hatte!"

 

Was war das für ein Tipp?

MfG

ab

Bild von Christian von Klösterlein

Matthias,

nachdem ich Deinen Bericht nochmals aufmerksam durchgelesen habe, sehe ich darin einiges, was man als Tipp in eine Neuauflage der T&T aufnehmen sollte.

Im Übrigen: mein Kompliment für Deine Arbeit und Deinen Bericht!

 

 

 Original ist schön, man muß es aber nicht übertreiben

Bild von Matthias vom Bodensee

"...sehe darin einiges, was man als Tipp in eine Neuauflage der T&T aufnehmen sollte."

 

Was denn z.B.?

 

schöne Grüße

Matthias

Bild von rekord

"Immerhin bis die Antriebswellen so ausgesehen haben vergingen auch knapp 2 Wochen. Außengelenke zerlegt ausgewaschen, neu gefettet und zusammen gebaut. Apropos: Hat jemand schonmal die inneren Gelenke zerlegt bzw weiß wie die Dinger auseinander gehen? Ich hab sie ausgewaschen und gut Fett rein gedrückt."

 

Am hinterseite, also die Seite was gegen die Bremsscheibe ist, ist ein deckel eingerpresst. Kan mann heraus nehmen. Dafür soll mann erst ein Loch machen worin mann etwas einstecken kann um zu ziehen. So kann mann die Deckel entfernen.

 

So ist auch das ganze Innengelenk zu zerlegen. Zu einander ist auch einfach. Selbstverständlich erstmals das Loch wieder zu machen und deckel wieder einpressen. 

MfG

ab