Drehvorrichtungen für den Ro80

Bild von Christian von Klösterlein

 

In einigen Forumsberichten über Totalrestaurierungen von Ro80 waren Drehvorrichtungen für die Karosserie zu sehen – Drehvorrichtungen, die es gestatten, an allen möglichen Stellen der Karosserie zu arbeiten. Nun gibt es verschiedene Drehvorrichtungen.

Ich will hier die im Handel erhältlichen Kippvorrichtungen nur am Rande erwähnen, denn die arbeiten doch etwas anders. Ihr Hauptnachteil ist, daß die Radaufhängungen komplett mit Bremsscheiben/Trommeln montiert bleiben müssen und daß man den Wagen nur halb kippen kann.

 

Verschiedene Mitglieder haben sich einen so genannten Drehspieß gebaut. Hier werden vorn und hinten am Wagen Traversen angebracht, die Rohre in Längsrichtung des Wagens tragen; diese Rohre ruhen auf einem Gestell. Die Traversen werden meist an den Stoßstangenhaltern angebracht, man hat aber auch schon andere Anbringungen gesehen. Natürlich kann man, wenn man den Wagen an solche Drehspieße hängt, nicht an den Stellen arbeiten, wo die Traversen der Spieße angebracht sind. Und da die Spieße nicht genau in Verlängerung des Schwerpunktes des Wagens liegen, kann das Drehen schwer sein. Montiert man das Gestell, das die Drehspieße trägt, auf Rollen, dann kann man die Karosserie in der Garage verschieben.

Vorteil ist der geringe Aufwand, Nachteil die Nicht-Zugänglichkeit der Karosserieteile, an denen die Tragtraversen montiert sind.

 

 

(Bilder hier aus dem Forum kopiert)

 

Angeregt durch eine Drehvorrichtung, die im Mercedes-Oldtimerzentrum in Fellbach verwendet wird, hat Jan Thalaij sich eine Drehvorrichtung Type Rhönrad gebaut. Die knapp um die Karosserie passenden Ringe haben Aufnahmen, die mit den Fahrwerksaufhängungen der Ro-Karosserie verschraubt werden. Die Ringe ruhen auf sehr stabilen Rollenböcken, die entweder mit dem Fußboden oder auf einem fahrbaren Untersatz verschraubt werden. Da an den Fahrwerksaufnahmen normalerweise nichts zu reparieren ist, sind alle Partien der Karosserie zur Restaurierung zugänglich. Die Karosse kann vollkommen frei um 360 grad gedreht werden.

Als einzigen Nachteil sehe ich die relativ teure Anfertigung.

 

 

Koos Dekker (NL) hat eine ähnliche aber viel leichtere Drehvorrichtung gebaut. Deren vorderer Ring wird mit den Befestigungspunkten der Türscharniere verschraubt, der hintere mit der Schloßaufnahme der hinteren Türen. Da diese Punkte nicht das gesamte Gewicht des Wagens aufnehmen können, kann diese Vorrichtung nur eine zuvor vollkommen gestrippte Karosserie tragen. Die Rollvorrichtung ruht auf einem fahrbaren Untergestell.

 

 

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